Patientenstimmen aus unserer Insel-Klinik Sylt

Gern wollen wir an dieser Stelle unsere Patientinnen und Patienten zu Wort kommen lassen, so dass Sie aus erster Hand erfahren, wie diese ihre Mutter/Vater & Kind-Kurmaßnahme bei uns erlebt haben, welche Erfahrungen und Eindrücke sie sammeln und was sie "mit nachhause nehmen" konnten.

Björn D.: Ein Moment, der alles verändert Björn D.: Ein Moment, der alles verändert

Da war er – dieser eine Moment, der so viel verändern kann. Der Moment, in dem ganze Leben eine neue Wendung nehmen oder zum Stillstand kommen. Bei mir war es der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein.
Magenprobleme, Schlafstörungen und immer mit den Gedanken bei den Kindern zu sein waren die Auswirkungen, die mein Beruf mit sich brachte. Als Berufskraftfahrer sehe ich meine Kinder nur sehr selten – meistens am Wochenende oder eventuell mal eine Stunde am Abend. Zu wenig für mich. Mein Körper zeigte mir deutlich, dass er etwas ändern musste. Durch meine Frau erfuhr ich von der Möglichkeit einer Vater-Kind-Kur und beschloss, diese zu nutzen.

Erst zum Hausarzt, dann zur Kur
Ich ging zu meinen Hausarzt, der mich sofort bei meinem Vorhaben unterstützte und die erforderlichen Verordnungsbögen ausfüllte. Hilfe bei der Beantragung der Kur und der Auswahl der geeigneten Klinik erhielt ich bei einer Beratungsstelle.
Bei meiner Anreise wusste ich nicht, was mich erwartet. Wie würde die Betreuung meines behinderten Sohnes sein? Welche Behandlungen kamen auf mich zu? Würde ich genügend Zeit und Energie für mein Kind haben? Die Bedenken verflogen und schon bald befanden wir uns im Kuralltag. Massagen, psychologische Einzelgespräche, Gespräche mit anderen Kurteilnehmern, Ausflüge mit meinem Sohn etc.: Die Zeit war intensiv. Die gemeinsame Zeit mit meinem Sohn war wertvoll für mich. Die Kinderbetreuung war trotz Corona gut. Ich habe Zeit für mich gehabt, obwohl ich die Betreuung nur selten genutzt habe, denn ich wollte lieber jeden Moment mit meinem Sohn verbringen.

Endlich Zeit
Zeit spielt in meinem Leben eine große Rolle. Als Berufskraftfahrer bin ich oft unterwegs. Mir fehlen die Momente mit meiner Familie, vor allem mit meinem Sohn. Während der Vater-Kind-Kur hatte ich sie endlich und nutzte sie – auch, um über Veränderungen nachzudenken. Mein Sohn hat zu mir gesagt, dass er nicht möchte, dass ich immer so lange und viel arbeiten bin. Und dass er es so schön findet mit mir in der Kur. Diese Worte haben mich umgehauen oder eigentlich die Entscheidung gefördert, vor der ich schon seit Monaten stand. Ich entschied mich dazu, beruflich umzusatteln, um mehr Lebenszeit mit meiner Familie zu haben. Es fällt mir sehr schwer jetzt, nach der Kur arbeiten zu gehen. Ich möchte die Familie nicht mehr allein lassen. Schon kurz nach dem Ende der Kur fing ich damit an, Bewerbungen zu schreiben. Für mich war die Vater-Kind-Kur definitiv ein Wendepunkt.

Im Geiste bin ich noch auf Sylt, in der Klinik, Ihr Björn D.

Vanessa H.: Reif für die Insel-Kur Vanessa H.: Reif für die Insel-Kur

Die Sehnsucht war groß, fast so groß wie die Erschöpfung, die mir nicht nur schlaflose Nächte bereitete, sondern mich auch an den Rand des Zusammenbruchs brachte. Einfach mal Ruhe haben, Zeit, Erholung, raus aus den Alltag gehen. Kein Kochen, kein Haushalt, keine Arbeit – nur Zeit. Für mich war Zeit eine Seltenheit. Durch meinen Beruf und dem damit verbundenen Arbeitsweg von täglich bis zu drei Stunden bin ich viel unterwegs. Dazu kommt der Haushalt, der Alltag und die Erziehung meiner zehn Jahre alten Tochter. Irgendwann stieg die Erschöpfung ins Unermessliche. Ich beantragte eine Mutter-Kind-Kur.

Als die Zusage kam, war ich im wahrsten Sinne des Wortes reif für die Insel. Umso größer war die Enttäuschung, als ich die Nachricht erhielt, dass mein Termin im März 2020 aufgrund der Corona-Pandemie verschoben werden muss. Auf wann, war lange nicht klar. Niemand konnte absehen, wie lange es Einschränkungen durch die Pandemie geben würde. Im Juli 2020 war es dann soweit. Ich zog mit ihrer Tochter für drei Wochen in die Insel-Klinik Sylt.

Wir fühlten uns vom ersten Moment an wohl. Alle waren sehr nett, hilfsbereit und haben sich viel Mühe gegeben. Vor allem hinsichtlich der Corona-Schutzmaßnahmen waren alle Mitarbeiter in der Klinik sehr bemüht. Es gab eine Einbahnstraßenregelung, feste Gruppen und kleinere Teilnehmerzahlen im Kino, Werkraum und den Anwendungen. Trotzdem hatte ich nicht das Gefühl, etwas zu verpassen. Meine Anwendungen waren sehr schön. Ich hatte Wassergymnastik, Fitness, Nordic Walking, Wirbelsäulengymnastik und Massagen. Wenn mir etwas zu viel war, mir etwas nicht gefiel oder ich eine zusätzliche Anwendung haben wollte, konnte ich es mitteilen und mein Therapieplan wurde schnellstmöglich angepasst. Darüber hinaus war es besonders schön, dass ich endlich mal viel Zeit mit meiner Tochter verbringen konnte. Auch das haben wir beide gebraucht.

Auch meine Tochter hat die Mutter-Kind-Kur in guter Erinnerung. Meine Tochter fühlte sich sehr wohl. Sie hatte eine tolle Gruppe und wundervolle Erzieher (grüne Gruppe), die auch schöne Dinge unternommen haben. Von Langeweile keine Spur. Abenteuer und Spaß trotz Corona.

Ich würde definitiv noch einmal eine Mutter-Kind-Kur machen. Es ist eine tolle Klinik mit tollen Mitarbeitern auf einer traumhaften Insel (auch bei schlechtem Wetter). Die Nordseeluft hat uns gutgetan. Die Anwendungen am Strand, z. B. Nordic Walking, haben mir geholfen, den Kopf freizubekommen. Auch die Strandspaziergänge in der Freizeit sowie den Luxus, sich nicht um Haushalt, Einkäufe und Kochen kümmern zu müssen, fand ich sehr schön. Ich habe versucht, von der Arbeit abzuschalten, was allerdings ausbaufähig ist. Die Kur gab mir die Möglichkeit, mich mehr auf meinen Körper und das, was wirklich wichtig ist, zu konzentrieren. Auch jetzt, nach der Kur, setze ich die Tipps, die ich in der Kur erhalten habe, in den Alltag um, damit die Erschöpfung nicht so schnell zurückkommt.

Viele Grüße und herzlichen Dank, Vanessan H.

Cary G.: Weg aus der Alltagshektik Cary G.: Weg aus der Alltagshektik

Drei Wochen lang Sylt – diese Aussicht war natürlich verlockend, auch wenn es kein Urlaub, sondern eine Mutter-Kind-Kur in der Insel-Klinik Sylt sein sollte.
Gemeinsam mit meiner Tochter wollte ich raus aus dem Alltag und lernen, wie ich ihn bewältigen kann. Anfang Juli ging es dann los. Gemeinsam mit Kind und Koffer bezogen wir unser Zimmer in der Mutter-Kind-Klinik. Völlig abgespannt von der Arbeit, den alltäglichen Belangen und vom Homeschooling war die Kur wie ein Befreiungsschlag für mich. Endlich hatte ich Zeit für mich. Ich konnte austesten, was mir guttut. Ich konnte Sport treiben, hatte freie Zeit, konnte Gespräche führen und die gemeinsame Zeit mit meiner Tochter genießen.

Durch die Kur konnte ich endlich den Teufelskreis der Mehrfachbelastung durchbrechen und lernen, auf mich zu achten. Das Walken hat mir dabei sehr geholfen. Unter der Anleitung der Therapeuten in der Insel-Klinik Sylt lernte ich, Sport in meinen Alltag zu integrieren. Das habe ich mitgenommen. Es hilft mir nun dabei, gelassener zu bleiben und der Alltagshektik zu entkommen.

Natürlich hatte ich ein wenig Bedenken, als ich losfuhr. Das Corona-Virus war schließlich überall. Doch es klappte alles super. Alle Mitarbeiter haben sich penibel an die Hygienemaßnahmen gehalten und ihr Bestmögliches getan, damit sich die Patienten wohlfühlen.
Ich konnte mich wunderbar erholen und würde wieder eine Kur machen. Man profitiert sehr vom Abstand zum Alltag. Auch meiner Tochter hat es sehr gut gefallen. Sie denkt gern an die Insel-Klinik Sylt zurück.

So wie auch ich, Ihre Cary G.

PS: Sollten Sie hier auch über Ihre Kur bei uns berichten wollen, freuen wir uns über eine entsprechende Nachricht von Ihnen!