1 x pro Woche Schwimmen - mehr geht nicht

Arbeit, Haushalt, alleinerziehend - die Belastung hinterließ bei mir ihre Spuren.

Ich kannte die Mutter-Kind-Kur bereits, da ich bereits drei Jahre zuvor schon einmal bei der Kur war. Mit einer Wochenarbeitszeit von 30 Stunden, mit einem Kind, Haushalt, Schule und den normalen Alltagssorgen war ich einfach nur gestresst und vollkommen überlastet. Das zeigte mir mein Körper recht deutlich. Ich litt bereits seit einem Jahr unter massiven Schmerzen in der rechten Schulter, war genervt und konnte vor Sorgen oft nicht schlafen.

Im August 2020 war es dann endlich soweit. Meine Tochter und ich kamen an und fühlten uns vom ersten Moment an wohl – trotz des zu tragenden Mund-Nase-Schutzes. Von Heimweh keine Spur. Es tat gut, das Programm, das ich daheim hatte, in der Kur nicht zu haben. Ich hatte endlich mal Zeit für mich, konnte aber auch wertvolle Zeit mit meinem Kind verbringen.

Dabei stand es lange in den Sternen, ob es mit der Kur klappt. Durch die Corona-Pandemie wurde ja die Klinik geschlossen. Anfangs dachte ich noch, dass es bis August noch lange hin ist. Als aber die Wochen ins Land gingen, hatte ich Angst, dass das nichts mehr wird. Ich wusste zum Teil nicht, wie es mir ohne bzw. mit einer Kur gehen würde, die ich erst 2021 oder später machen kann. Gott sei dank hat dann doch alles funktioniert und wir konnten fahren. Angst vor einer Ansteckung hatten wir nicht. Wir fühlten uns sicher.

Die Mischung aus Therapie, Zeit für sich und mit dem Kind hat mir besonders gut gefallen. Auch das Klima der See tat nicht nur meinem Asthma gut, sondern auch meiner Seele. Durch die Kur bin ich ruhiger geworden. Auch das vorher angespannte Verhältnis zu meiner Tochter hat sich dadurch verbessert und ist wieder harmonischer. Sie hat sich auch während der Kur sehr wohl gefühlt. Meine Tochter liebt die Kuren und ist begeistert von den Angeboten vor Ort, sodass sie oft mal lieber etwas in der Kinderbetreuung machte, als mit ihrer Mutter Zeit zu verbringen.

In den ersten Wochen nach unserer Heimkehr behielt ich noch meine innere Ruhe. Irgendwann siegt dann aber doch der Alltagsstress, weshalb ich versuche, regelmäßig eine Mutter-Kind-Kur zu machen. Das hilft einem, länger fit zu bleiben und sich an Dinge zu erinnern. So wie den Sport. Wenn ich einmal pro Woche zum Schwimmen komme, bin ich froh. Aber ich mache es nach wie vor und hoffe, dass es so bleibt. Klar, die Situation mit Arbeit, Haushalt, alleinerziehend und dem zunehmenden Alter meines Kindes birgt immer wieder neue Herausforderungen. Dann hilft eine Mutter-Kind-Kur Beiden, da man sich mal austauschen kann mit anderen und von Therapeuten und Ärzten Hilfe bekommt. Und man kann eben auch mal ohne Alltag wieder etwas zueinander finden.