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Kinderschutzimpfungen: sinnvoll oder nicht?

Nutzen und Risiken von Kinderschutzimpfungen sorgen jedes Jahr für heiße Diskussionen und viele Eltern sind heutzutage verunsichert, ob und in welchem Ausmaß Schutzimpfungen bei ihren Kindern sinnvoll und gesundheitsfördernd sind.
Bei den gängigen Impfungen gegen zahlreiche Kinderkrankheiten werden in der Regel abgeschwächte oder abgetötete Krankheitserreger verabreicht, um dem Körper die Möglichkeit zu geben, ohne akute Erkrankung entsprechende Antikörper zu bilden und die Krankheit im Falle einer möglichen Ansteckung direkt abwehren zu können.
Dabei handelt es sich um eine nicht zu vernachlässigende Belastung für den Organismus und tatsächlich treten im Schnitt bei jeder 30. Impfung Nebenwirkungen und Impfreaktionen wie beispielsweise Rötungen, Schwellungen oder auch Fieber und Gelenkschmerzen auf. Auch bleibende Schäden sind in äußerst seltenen Fällen möglich, stehen allerdings in keinem Verhältnis zum Risiko des Nichtimpfens. So fordert beispielsweise die Erkrankung mit Masern noch heute weltweit jährlich bis zu 700.000 Todesopfer. Die Wahrscheinlichkeit, bleibende Schäden von einer tatsächlich auftretenden Kindererkrankung davon zu tragen (0,6%), ist weitaus höher, als die Wahrscheinlichkeit, dass es bei einer Impfung zu ernsteren Komplikationen kommt (0,00003%). Bei allen Überlegungen sollte auch nicht vergessen werden, dass es dabei nicht nur um den Selbstschutz bzw. den Schutz der eigenen Kinder geht, vielmehr werden so auch viele weitere Kinder und Erwachsene, die aus unterschiedlichen – meist gesundheitlichen – Gründen selbst nicht geimpft werden können, vor den immer wieder auftretenden Kinderkrankheiten geschützt.

Die angeblichen heftigen Nebenwirkungen von Schutzimpfungen, welche häufig von Impfgegnern als Argumente gegen das Impfen eingebracht werden, wie z.B. Erkrankung an Autismus, Hirnhautentzündung, Allergien oder das Auftreten von Entwicklungsstörungen konnten bis zum heutigen Tag nicht belegt werden. Geringere Nebenwirkungen können außerdem nahezu vollständig vermieden werden, indem darauf geachtet wird, dass die Kinder zum Zeitpunkt des Impfens wohlauf sind und sich gesund fühlen. Auch die Aufteilung der Kombinationsimpfstoffe in zeitlich versetzte Einzelimpfungen, die Verringerung von Impfstoffkombinationen oder die zeitliche Streckung der einzelnen Impfungen können die Belastung für den kindlichen Organismus minimieren.

Letztendlich bleibt es den Eltern selbst überlassen, welche Schutzimpfungen ihre Kinder erhalten sollen oder auch nicht, denn in Deutschland besteht bislang keine Impfpflicht. Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Gesundheit veröffentlicht die Ständige Impfkommission (STIKO) einmal jährlich Empfehlungen für Impfungen von hohem Wert für den Gesundheitsschutz. Nur wenn der Anteil der Geimpften in der Bevölkerung einen gewissen Anteil hat, ist gewährleistet, dass gewisse Erkrankungen sich nicht wieder flächenartig ausbreiten.

 

Gerne können wir Sie auch im Rahmen Ihrer Mutter-/Vater-Kind-Kur bei uns im Haus zum Thema Impfungen beraten – sprechen Sie uns einfach an, wir freuen uns Ihnen zu helfen!

Hier finden Sie die derzeit empfohlen Kinderschutzimpfungen 

Quellen: Gesundheit im Norden, Ausgabe 36, Sommer 2018, Seite 30